Auch wenn viele aktuelle Entwicklungen in Russland ohne Zweifel kritisch zu hinterfragen sind, sollte man seine Reise nach Sankt Petersburg nicht durch extreme Vorsicht strapazieren. Die Stadt ist genauso sicher – oder eben auch nicht – wie jede andere vergleichbare Metropole auf der Welt. Wer etwas anderes behauptet, liegt schlichtweg falsch.

Petersburg in der Rush-Hour. Das Verkehrsaufkommen in der Metropole ist immens.

In der Regel ist die Petersburger City bis in die späten Abendstunden sehr belebt. Vor allem im Sommer, insbesondere jedoch rund um die Weißen Nächte (Ende Juni). Das heißt: Einzelne Touristen oder kleine Gruppen tauchen im allgemeinen „Gewühl“ der Straßen und Plätze unter. Verfolgungsneurosen oder Ähnliches sind daher völlig fehl am Platz. Einfach ganz normal verhalten und den Tag genießen. Einen besseren Tipp gibt es nicht.

Dennoch: Dass Kleinkriminalität in Form von Taschendiebstahl oder Geldbetrug auch in Petersburg eine gewichtige Rolle spielt, versteht sich fast von selbst – vor allem im Bereich des Newsky Prospekts (der städtischen Einkaufsmeile schlechthin) sowie in der Nähe touristischer Sehenswürdigkeiten und Metro-Stationen. Aber auch hierin unterscheidet sich in Petersburg nichts von London, Berlin oder Köln. Wer sein Geld ein wenig im Auge hat, wird es auch abends noch bei sich tragen. Nachtschwärmer sollten gegebenenfalls ein Taxi nehmen.

Sollte dennoch etwas passieren, bietet die Webseite des Generalkonsulats in Sankt Petersburg eine Reihe wichtiger Kontaktnummern. Dies betrifft insbesondere Passverlust, Diebstahl-Delikte und Fragen der Geldversorgung. Auch im Falle gelegentlichen Fehlverhaltens der Miliz (Polizei) Touristen gegenüber sollte das Konsulat so schnell wie möglich zu Rate gezogen werden. Es ist im Zweifelsfall immer die beste Anlaufstelle.

 

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